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Kontemplationen

Hinweise für Lehrende der Achtsamkeit

Hinweise für Achtsamkeitsmultiplikatoren in Organisationen

 

 

Möge ich meine Achtsamkeitspraxis nähren und meine Achtsamkeit lebendig und freudvoll halten, sie ist die Basis von allem.

 

Möge ich geduldig sein und meinen inneren Lehrer, meine innere Lehrerin behutsam wachsen lassen und mich selbst nicht überholen.

 

Möge ich die Praxis immer mehr verkörpern – „walk the talk“.

 

Möge ich mein eigenes Leiden nicht ausblenden oder vermeiden.

 

Möge ich mir meiner tiefsten Motivation immer mehr bewusst werden.

 

Möge ich mich trauen, meine persönlichen Erfahrungen ehrlich zu teilen, aus persönlicher Erfahrung sprechen und auch das teilen, was schwierig und herausfordernd ist.

 

Möge ich die Wurzeln meiner Praxis nicht verleugnen.

 

Möge ich die Neigung aufzugeben, eher das Negative an Menschen zu sehen als das Positive.

 

Möge ich auch diejenigen mit den Augen des Mitgefühls betrachten, die sich aktuell destruktiv verhalten und in ihnen einen leidenden Bruder oder eine leidende Schwester sehen.

Möge ich nichts lehren, was ich nicht selbst praktiziere.

Möge ich keine Methoden lehren, die mir selbst keine Einsichten geschenkt haben oder die ich nur wenig kenne.

 

Möge ich das teilen, was ich durch eigene Übungspraxis erfahren habe und mir bewusst machen, dass der Königsweg des Teilens die persönliche Verkörperung ist.

 

Möge ich bescheiden sein, nicht übertreiben und keine Heilsversprechen abgeben.

 

Möge ich Nicht-Wissen und Anfängergeist einladen und Experimente zulassen.

 

Möge ich niemanden zur Meditation drängen oder gar zwingen und darauf achten, dass auch meine Auftraggeber dies nicht tun. Alle TeilnehmerInnen sollten innerlich „Ja“ gesagt haben.

 

Möge ich nicht dem Ruf des Geldes folgen, sondern dem Ruf des Herzens.

 

Möge ich eine anschlussfähige Sprache wählen, aber nicht unzulässig vereinfachen.

 

Möge ich als Vermittler der Achtsamkeit immer wieder die tiefe Freude der Absichtslosigkeit berühren und mich nicht in meinen Zielen und Achtsamkeitsprojekten verlieren.

 

Möge ich nicht überreden oder missionieren, sondern Einladungen aussprechen.

 

Möge ich mutig sein, aber mich nicht überfordern.

 

Möge ich die Notwendigkeit der geduldigen, entschlossenen Übung betonen und keine unrealistischen Nutzenversprechen abgeben.

 

Möge ich heilsame Arbeitsumfelder zu wählen und zu schaffen.

 

Möge ich nicht vor scheinbaren Normalitäten kapitulieren, sondern nach heilsamen Alternativen Ausschau halten.

 

Möge ich die religiösen, philosophischen und weltanschaulichen Standpunkte innerhalb der Organisation respektieren.

 

Möge ich mich nicht für unheilsame Zwecke instrumentalisieren lassen und einen ethischen Rahmen wählen oder formulieren.

 

Möge ich in Achtsamkeitstrainings das Wohl der TrainingsteilnehmerInnen über die Interessen der Organisation stellen.

 

Möge ich die tieferen Ursachen des Leidens in Organisationen nicht ausblenden.

 

Möge ich nicht zu ernst auf mein Umfeld zu schauen, sondern die Tiefe meines Verstehens mit Leichtigkeit und Humor zu balancieren.

 

Möge ich mich mit Gleichgesinnten zusammentun und achtsame Wege des Miteinanders erfahren und ausprobieren.

 

Möge ich eine Übungsgemeinschaft haben, in welcher ich zusammen mit anderen meine Erfahrungen im Feld „Achtsamkeit in der Organisation und in Unternehmen“ reflektieren kann.

 

Möge ich mir Unterstützung durch erfahrene LehrerInnen suchen.

 

Möge ich meinen Unvollkommenheiten und Widersprüchlichkeiten im Themenfeld zulächeln.

 


Zusammengestellt von Dr. Kai Romhardt und Mitgliedern der Fachgruppe Achtsame Organisation des Netzwerk Achtsame Wirtschaft

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