
Mindskills
Mindskills sind mentale Fähigkeiten, die positive Effekte auf unser Leben und unsere Arbeit haben. Sie klären unsere Wahrnehmung, vertiefen unsere Selbsterkenntnis und fokussieren unsere Handlungen auf das Wesentliche. Mindskills können durch einfache Methoden trainiert werden und so unsere Wahrnehmung der Welt und unserer Beziehungen vertiefen.

Extra-Losigkeit
Extralosigkeit bedeutet, eine Tätigkeit frei von inneren und äußeren „Extras“ wie Gedanken, Emotionen, Erwartungen oder Selbstinszenierung auszuführen und ganz beim Wesentlichen zu bleiben.



Extralosigkeit bedeutet, eine Tätigkeit von all dem inneren „Extra“ zu befreien, das wir ihr unbewusst hinzufügen – wie Sorgen, Urteile, Erwartungen oder Selbstinszenierung. Statt in Gedanken, Emotionen und Szenarien abzudriften, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was gerade wirklich zu tun ist. Wir moderieren ein Meeting und fragen uns nicht ständig, was in diesem Meeting alles schieflaufen könnte und was das wiederum für uns bedeuten könnte. Wir hören einfach nur zu und konzentrieren uns auf das Wesentliche.
Extralosigkeit lädt uns ein, Handlungen ohne Ego-Aufladung oder Bedürfnis nach Wirkung auszuführen. Wir tun einfach, was wir tun – klar, präsent und ohne unnötige Mühe.

Impulsdistanz
Impulsdistanz ist die Fähigkeit einen körperlichen oder geistigen Impuls klar wahrzunehmen, sein Anschwellen und Abklingen zu beobachten, ohne dem Impuls folgen zu müssen



Ein Impuls ist das Anstoßen einer Tat auf der Ebene des Körpers oder Geistes. Er blitzt in uns auf, kurz bevor wir etwas sagen, denken, fühlen oder tun. Wir können ihn leicht verpassen und direkt zur vorgeschlagenen Tat übergehen. Je unbewusster dieser Prozess abläuft, desto unfreier und reaktiver agieren wir. Je höher unsere Reaktivität, desto geringer unsere Freiheit. Freiheit bedeutet hier, einem Impuls zu folgen oder ihm nicht zu folgen. Wir nehmen den Impuls gelassen und freundlich wahr und lassen uns nicht mitreißen. Erst dann entscheiden wir.
Ein bis drei bewusste Atemzüge können ausreichen, um einen drängenden Impuls zu beruhigen und ausreichend Distanz zu schaffen, um ihn zu betrachten.

Singletasking
Singletasking ist die Fähigkeit unseres Geistes, über eine zeitliche Periode hinweg konstant die Aufmerksamkeit bei einer Aktivität zu halten.



Singletasking ist die Fähigkeit unseres Geistes, über eine zeitliche Periode hinweg konstant die Aufmerksamkeit bei einer Aktivität zu halten. Diese Fähigkeit wird im Zeitalter des Multitasking und der permanenten Unterbrechungen immer bedeutsamer. Sind wir konzentriert, steigt unsere Effektivität steil an. Gedanken werden zu Ende geführt. Wir vermeiden es, lose Enden oder „unfinished business“ zu produzieren, die uns immer wieder einholen und uns aus dem gegenwärtigen Schaffens- und Lernprozess reißen.

Tiefes Zuhören
Tiefes Zuhören bedeutet, den eigenen inneren Kommentar bewusst loszulassen, zum Atem zurückzukehren und einer anderen Person mit offener, urteilsfreier Präsenz zuzuwenden, sodass wirkliche Verbindung und Verstehen entstehen können.



Wenn wir zuhören, sind wir häufig mehr mit unseren inneren Kommentaren beschäftigt als mit den Worten und Intentionen der anderen Person.
Tiefes Zuhören heißt zuallererst, den eigenen, inneren Parallelvortrag liebevoll aber entschlossen wahrzunehmen und sanft zu stoppen.
Manchmal hilft es beide Hände (unauffällig) auf unseren Bauch zu legen, unseren Atem zu spüren und so unseren urteilenden, tagträumenden, herumwandernden Geist zu beruhigen. Indem wir zum Atem zurückkehren, wächst unsere Zuhörqualität.
Jeder Redner ist nur so gut wie seine Zuhörer. Ohne innere Offenheit kein Lernen.
Die Qualität unseres Zuhörens hat hohen Einfluss darauf, was unser Gegenüber sagt und was er nicht sagt. Negatives und kritisierendes Denken lassen unsere Gesprächspartner verstummen und nähren Angst und Aggression.
Positives Denken und ein weiter Geist fördern unsere Verbundenheit und wir teilen Wesentlicheres.
Mit der Zeit erkennen wir immer klarer die Qualität unserer Kommunikation. Indem wir unser eigenes Zuhören vertiefen, finden wir mit der Zeit auch Gelegenheiten, tieferes Zuhören in unsere Arbeitsumfelder einzuführen.

Transition
Eine Transition ist ein bewusster Übergang zwischen zwei Tätigkeiten, in dem wir innehalten, das Vorherige abschließen und uns klar und präsent auf das Nächste ausrichten.



Bewusste Transition verhindert, dass wir gehetzt von Aufgabe zu Aufgabe springen und dabei Fehler machen oder uns selbst verlieren.
Durch einen kurzen Moment des Innehaltens können wir spüren, was eine Tätigkeit in uns ausgelöst hat, und sie innerlich abschließen und tiefer verstehen. Diese Übergänge geben uns die Freiheit, nicht vom Autopiloten gesteuert zu werden, sondern neue Handlungen bewusst zu beginnen statt von ihnen in die Zuunft gezerrt zu werden.
Bewusste Übergänge helfen uns, unseren tatsächlichen Zustand wahrzunehmen und zu erkennen, ob wir müde, angespannt oder klar sind. Dieser Emotions-Check gibt uns die Möglichkeit, fürsorglich zu handeln.
Bewusste Übergänge schenken uns Frische, Präsenz und einen Moment der Freiheit, des Neubeginns, selbst mitten im Arbeitstag.

Wahre Pause
Die Wahre Pause ist ein Moment bewusster Nicht-Aktivität, in dem wir alles Tun loslassen, zur Ruhe kommen und Raum für Klarheit, Erholung und natürliche Entwicklung entstehen lassen.



Unsere Pausen bei der Arbeit sind oft keine echten Pausen. Sie nähren uns nicht – manchmal stressen sie uns sogar. In mnachen Pausen haben wir mehr zu tun als während der Arbeit.
Eine Wahre Pause unterbricht unseren gewohnten Aktivitätsstrom und schenkt uns einen Moment echter Regeneration. Sie kann uns Freude und Klarheit schenken.
In ihr können Körper und Geist zur Ruhe finden, sodass Ruhe und neue Perspektiven ganz von selbst entstehen.
Ohne solche Pausen verlieren wir leicht den Kontakt zu uns selbst und jagen an dem vorbei, was wesentlich wäre.
Regelmäßige Zeiten der bewussten Nicht-Aktivität nähren Freude, Präsenz und innere Freiheit.
Die Wahre Pause erinnert uns daran, dass Tun und Nicht-Tun zusammengehören – wie Einatmen und Ausatmen.

Wahres Wohlwollen
Wahres Wohlwollen ist die Kultivierung eines grundsätzlich liebevollen Blickes auf uns selbst und auf die Welt.



Wahres Wohlwollen beginnt bei uns selbst. Wenn wir uns mit Freundlichkeit begegnen, können wir diese Haltung auch in unsere Beziehungen hineintragen. Indem wir unsere eigenen Verletzungen und Anspannungen erkennen, müssen wir sie nicht mehr in anderen bekämpfen.
Die Meditation der liebevollen Güte hilft uns, Wohlwollen Schritt für Schritt zu kultivieren – für uns selbst, für Menschen, die wir mögen, für neutrale Begegnungen und sogar für schwierige Personen. So wird unser Geist weicher, klarer und offener, und wir nähren ein Klima, in dem Verständnis und Verbindung wachsen können.
Kultivieren wir wahres Wohlwollen, verändert sich unser Blick auf die Welt. Arbeitsumfelder in denen wir Wohlwollen begegnen sind selten und gleichzeitig Leuchttürme für das, was im menschnlcihen Miteinander möglich ist.
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