Unsere Nachhaltigkeit vertiefen: Wie Achtsamkeit uns die geistige Wirkkraft unserer Handlungen erschließt (mit Kai Romhardt)
Datum: 27.08.2013
Typ: Vortrag
Ort: Berlin

Details:

Start: 18 Uhr  Ende: 20:30 Uhr

Ort: 

Joka CityStore Berlin

Leipziger Platz 11

10117 Berlin

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In Kooperation mit der XING-Gruppe "Nachhaltige Entwicklung"

Nachhaltigkeit: Den nächsten Schritt machen

Die Nachhaltigkeitsdiskussionen der letzten Jahrzehnte haben viel bewegt. In vielen Bereichen der Gesellschaft ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass wir auf allen Ebenen menschlichen Handelns regenerierbare Systeme schaffen müssen, um uns langfristig nicht selbst zu zerstören. In der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft hat die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit breite Wirkung erzielt. Und doch sind viele Freunde der Nachhaltigkeitsidee mit der aktuellen Situation unzufrieden. Der Wandel reicht nicht weit genug.  Nachhaltigkeit droht zum Schlagwort zu werden. Unser kollektives Denken und Handeln ist weiterhin von einer Vielzahl destruktiver und nicht-nachhaltiger Prozesse durchdrungen. Woran liegt dies? Was sind die Grenzen des Nachhaltigkeitsbegriffes? Wie tief schauen wir? Wie nachhaltig ist unser eigenes Leben? Was können wir beitragen, um die Nachhaltigkeitsdebatte weiter zu vertiefen?

Die Tiefendimension der Nachhaltigkeit

Als Menschheit hinterlassen wir nicht nur ökologische Fußabdrücke auf unserem Planeten, sondern auch geistige. Und es sind unser Denken, es sind unsere Emotionen und Ideen, die unsere Taten maßgeblich steuern. Der Buddhismus lehrt, dass unser Geist die Welt erschafft. Hinter unserem exzessivem Konsum stecken Unzufriedenheit, Gier und falsche Ideen vom Glück. Hinter unseren kleinen und großen Konflikten stecken erstarrte Ideen und Ideologien.

In der individuellen und kollektiven Kultivierung von Achtsamkeit, Sammlung und Einsicht liegen enorme Potentiale für einen nachhaltigeren Lebensstil. Weitere technologische Innovationen sind notwendig und hilfreich. Achtsamkeit und Klarheit geben uns einen inneren Kompass für ihren sinnvollen Einsatz und zeigen uns weitere Dimensionen des Handelns auf.  

Nachhaltigkeit beginnt in uns selbst. Welche Motivationen treiben mich an, welche  Geisteszustände prägen meinen Tag, welche Emotionen sende ich in die Welt?

 Für Promotoren der Nachhaltigkeit ist es essentiell, die innere Dimension ihrer Handlungen zu sehen. Dies ist ohne Geistesschulung, Kontemplation oder Meditation nur begrenzt möglich. Zentrale Prozesse bleiben verhüllt oder unbewusst. Aber unser Denken ist bereits Handeln. Auch unsere Stimmung strahlt aus und wirkt. Nörgelei und Gereiztheit können uns selbst und unser Umfeld schädigen. Starre Ideen trennen uns von unserem Umfeld. Durch die Kultivierung von Achtsamkeit bekommen wir die geistige Dimension unseres Handelns in den Blick. Wir sehen uns und unser Umfeld klarer.

 Triebfedern der Nicht-Nachhaltigkeit

Sehen wir uns selber klarer, erkennen wir, dass die größten Triebfedern für nicht-nachhaltiges Handeln auf unserem Planeten ebenfalls geistiger Natur sind. Es sind menschliche Gier, menschlicher Hass, politische, religiöse oder ökonomische Ideologien, verzerrte Ideen oder die Trägheit der Gewohnheit, die auf der gesamten Welt zu Zerstörungen führen. Indem wir unser Denken beruhigen und klären, indem wir selber heilsame Geisteszustände wir Mitgefühl, Achtsamkeit, Konzentration, Zufriedenheit und Geduld kultivieren, gewinnen wir Einsichten, die uns und anderen helfen können. 

Gelebte Nachhaltigkeit

Indem wir unsere eigene Unzufriedenheit, Unbewusstheit und Gereiztheit transformieren, können wir diese geistigen Gifte auch in unseren Organisationen, Unternehmen oder in politischen Prozessen berühren und verändern. Am Ende ist es die persönliche Verkörperung, welche die stärkste Wirkkraft entfaltet. Agieren wir geistig nachhaltig, werden auch unsere anderen Nachhaltigkeitsbemühungen in sozialen, ökologischen und ökonomischen Kontexten davon profitieren. Und die Verkörperung geistiger Qualitäten wie Mitgefühl, Achtsamkeit oder Zufriedenheit ist nicht nur für uns, sondern auch für unser Umfeld ein großes Geschenk. Sie verbindet uns mit uns selbst, anderen Menschen und der gesamten Schöpfung.

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